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14.05.2017 MSC Werratal Witzenhausen

 

   

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23. Nordhessen-Retro-Rallye endet im Bauernkrieg

 

Mit besonderen Schwierigkeiten hatten die Teilnehmer der Nordhessenrallye diesmal zu kämpfen.

 

Schon bei der WP 1 kam die ganze Veranstaltung ins Stocken. Nachdem etwa die Hälfte der Retro-Teilnehmer gestartet waren, wurde die Veranstaltung unterbrochen und die Temperaturen in den wartenden Rallyeautos stiegen an.

 

Einige Landwirte beriefen sich auf angebliche Auflagen des RP, die Landwirte bei Bedarf durchzulassen. Zwei Stunden vorher kam nicht ein Traktor, aber just in dem Moment als die Rallye lief kamen sie plötzlich aus allen Richtungen und gaben vor, sich auf der Waage an der Kompostierungsanlage in Lohfelden ihr Getreide wiegen lassen zu müssen. Einige kamen auch wohl nur um ihren Traktor zu wiegen. Dabei haben sie bestens unter Beweis gestellt, wie ortsunkundig sie in der eigenen Feldgemarkung sind. Denn sie kannten offenbar nur den einen der drei Wege zur Waage, den der die WP kreuzt.

 

Nach einer längeren Unterbrechung konnten dann die restlichen Retros starten, bevor die WP für die Rallye 200 nochmals wegen der renitenten Bauern unterbrochen werden musste.

 

Diese WP für die Retros konnte das Gespann Stefan Totsche / Holger Weinert im Renault Clio mit 0,00 Sek. Zeitabweichung für sich entscheiden, gefolgt von den Lokalmatadoren Michael Rudolph / Horst Diemer mit 0,20 und Sven Elsenbroich / Nadine Meerkötter mit 0,30. Die Verzögerungen durch die renitenten Bauern und die dadurch steigenden Temperaturen in den Fahrzeugen haben sicher ihr Scherflein dazu beigetragen, dass einige Favoriten hier auf hinteren Plätzen gelandet sind.

 

Dann ging es für die Teilnehmer erst mal in sichere Entfernung von Kassel nach Retterode, von wo es auf einer anspruchsvollen Waldpassage nach Wickersrode gefahren wurde. Diese WP konnten nur Elsenbroich / Meerkötter mit 0,00 durchfahren. Nach der Durchfahrt durch den Ort startete gleich die nächste WP auf Wirtschaftswegen bis nach Spangenberg-Weidelbach. Dies war wieder eine anspruchsvolle Etappe und nur Hans und Gabriele Brückmann schafften hier eine 0,00 Zeit.

 

Nach einer Pause im Rasthof Hessisch –Lichtenau, einem Rasthof an der derzeit kürzesten Autobahn Deutschlands, wurden diese beiden Wertungsprüfungen noch einmal durchfahren.

 

Diesmal schafften gleich mehrere die Bestzeit von 0,10 s, ebenso wie nach Weidelbach.    

 

Danach ging es zurück nach Lohfelden, um die WP 1 diesmal in Gegenrichtung zu fahren.

 

Kaum waren die ersten Retro-Teilnehmer in der Startaufstellung, fuhren immer wieder Landwirte mit Traktoren in die Wertungsprüfung ein, nachdem sie sich zwischenzeitlich zwei Stunden nicht haben blicken lassen.

 

Nachdem die ersten 5 Teilnehmer durchgefahren waren, eskalierte die Situation weiter. Ein Sportwart der Streckensicherung war von einem Traktor angefahren worden und ein anderer Landwirt war mit seinem Traktor auf Zuschauer losgefahren und hatte dabei einen Rucksack überrollt. Um das Leben der Teilnehmer, der Sportwarte und der Zuschauer nicht zu gefährden hat die Rallyeleitung vernünftigerweise die WP 6 und 7 auf dieser Strecke neutralisiert und die Rallye abgebrochen. Es ist schade für die Teilnehmer und auch die Sportwarte und Funker, die ja teilweise weite Strecken angereist sind, aber Sicherheit geht vor. Dafür hatten sie mal das Erlebnis, die Rallyeteilnehmer freundlich winkend vorbeifahren zu sehen. Das war für die Sportwarte ein tolles Erlebnis und die Entschädigung für den Stress des ganzen Nachmittages.

 

Trotz allem sollte sich der Veranstalter von dieser Aktion nicht ins Bockshorn jagen lassen und genau diese WP im nächsten Jahr wieder wie ursprünglich geplant zur Genehmigung einreichen, denn die Gründe die den RP veranlasst haben kurzfristig am Freitag die Genehmigung für zwei Drittel der Strecke zurück zu ziehen sind mehr als fadenscheinig und wurden nicht ausreichend geprüft. Selbst bei der Rallye-WM in Deutschland führt eine Wertungsprüfung dicht an einem Hochbehälter vorbei. Dieser Rückzieher des RP hat mit Sicherheit auch zu der Eskalation und Renitent der Bauern beigetragen.

 

Wir als Sportwarte des ASC-Melsungen werden auf jeden Fall im nächsten Jahr gerne wieder kommen.

 

Im Gesamtergebnis konnten Michael Rudolph und Horst Diemer an ihre Leistungen im Retro-Rallye-Cup anknüpfen und belegten den 1. Platz mit 1,10 Gesamtzeit vor Sven Eisenbroich und Nadine Meerkötter sowie Walter Lenz und Erhard Walenda mit je 1,30 Gesamtzeit.

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